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Warten mit der Zeit
12/06/2009 / Eugen
Anregungen aus dem Zeit Magazin auf dem Weg nach Hause (was in meinem Fall auch "zur Arbeit" bedeutet)
Worauf warten?
Noch vor einer guten halben Stunde stand ich am Hackeschen Markt und wartete dort auf die Linie M1, die mich nach Hause bringen sollte. 7 Minuten. Wenn man wartet, kann das sehr viel sein. Minuten fließen, ziehen sich schier endlos in die Länge, man tippelt auf, man tippelt ab, wieder der Blick auf die Digitalanzeige der Tram.. 6 Minuten. Wenn man so wartet, befindet man sich in einer Art Vakuum, gänzlich der Passivität erliegend. Man kann nichts gegen diesen Zustand tun. Er wird einem sozusagen übergestülpt und erst wieder durch das Eintreten des erwarteten Ereignisses von einem genommen.
Noch 5 Minuten. In einer Stadt wie Berlin mit seinen langen Wegen ist es daher entweder von Vorteil ein Vielleser zu sein oder dazu in der Lage zu sein, während der Wartezeiten die Gedanken zu fokussieren. To-do-lists erstellen, imaginäre Häkchen an bereits Erledigtes setzen, die Wochenendpläne auf ihre Verträglichkeit mit dem eventuell noch immer vorhandenen Berg an Arbeit abklopfen, usw.
4 Minuten. Eher unterbewusst, würde ich jetzt sagen, entschied ich mich also dafür, gedanklich durchzugehen, wann ich wie was schreiben, welche fotos machen und überhaupt meinen Kram erledigen könnte, ohne dass der Ikeatripp, das Essen bei Freunden, der Ausflug zum Flohmarkt und der bereits seit Wochen ersehnte erholsame Schlaf nach einer durchfeierten Nacht dadurch gefährdet werden könnten.
3 Minuten. Die Tram rollt ein. Nach dem Zahnarztbesuch schon etwas geschafft, lasse ich mich auf einen Platz am Fenster gleiten und ziehe das ZEIT MAGAZIN aus der Tasche. "Das Heft der Ideen". Die Uhrenwerbung auf der Rückseite ist bereits vollgekritzelt, aber eigentlich habe ich bislang noch keinen Blick hinein geworfen. Neben Wolfram Siebecks Beitrag zu Hitchcocks angeblicher Quiche Lorraine Versessenheit, finden sich ein kleine Beitrag über die Fernbeziehung im Zeitalter von Skype und Co., Tillmann Prüfer Prüfung der ersten mechanischen Digitaluhr im Wer von durchschnittlich 50 000 Euro, eine alte Karre, die gegen das fast-zu-gute Wundergefährt aus dem Hause VW ausgespielt wird und eben auch ein Artikel mit dem Titel "Hausaufgaben".
2 Minuten. Haus-Aufgaben. Darin diskutiert der freischaffende Journalist Matthias Kalle, wie sich die Arbeit im Zeitalter von Telefonkonferenzen über das Internet, E-Mails auf iPhone und Blackberry sowie der Möglichkeit digitaler Informationsbeschaffung verändert (hat). Wann arbeiten? Wie arbeiten? Und vor allem: Wo arbeiten? Genauer gesagt heißt das bei den Einen: Jetzt kann ich von überall arbeiten und weil das so schön ist, höre ich damit gar nicht mehr auf. Wo sind nur die Büros geblieben? Die Trennung von Arbeit und Freizeit - war das nicht eine der positiven Errungenschaften der Industrialisierung? Oder: Warum werden manche Firmen ihre Büroräume nicht einfach los? Wird hier nicht bei hohen Mieten verhältnismäßig viel zu viel um den heißen Brei herumgeredet? Ablenkung, Meetings, Zeit-Totschlagen, durch strikte Arbeitszeitpolitik vergeudete Freizeit, usw. Dafür mitunter aber auch der Spaß mit Kollegen, Teamgefühl, ein bereichertes soziales Leben (gemeinsames Mittagessen, etc.)
1 Minute. Wie man das Thema auch drehen und wenden mag, ich für meinen Teil bin mehr als glücklich, dass ich heute schon "flexibel und autonom" arbeiten kann, wie es in Kalles Artikel auch Arbeitsforscherin Josephine Hofmann vom Frauenhofer-Institut als zukunftsweisenden Trend beschreibt.
-Feierabend-
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Banksy-Ausstellung in Bristol
11/06/2009 / Judith Busch
Es war uns schon länger bekannt, dass der mysteriöse Streetartist Banksy diesen Sommer eine Ausstellung plant. Nur leider wusste niemand wann und wo diese stattfinden würde.
Doch nun ist die Bombe geplatzt - diesen Samstag, dem 13. Juni eröffnet er in Bristol eine Show. Es ist immer noch nicht der ganz genaue Ort bekannt, doch die Leute in Bristol dürfen sich bereits freuen. Wer nicht dort wohnt, sollte zackig den nächsten Flug buchen. Weiteres erfahrt ihr auf Banksys Website oder bei arrestedmotion.com.
Hier noch eins unserer Lieblingsbilder von Banksy:

source www.minblog.net
SONARKIDS: ELECTRONIC MUSIC AND CREATIVITY FOR KIDS
11/06/2009 / MIN
Electronic music and creativity workshops - especially for children: Barcelona festival Sonar introduces a new sub-event called SonarKids, bringing contemporary music and arts to the kids of today. Artists like Laurent Garnier, Puppetmastaz and Beardyman will perform sets for the young ones who also have the opportunity to become active themselves: From DJing, dancing and beatboxing to designing felt dolls and illustrations, a variety of classes and courses is available. In the 'construction workshop' they can build forms and figures out of some 30,000 lego bricks. There will also be a picnic area and a bar so both kids and parents can enjoy the event. As the organizers say, SonarKids is for "Parents who are looking for a way to combine their lives and share their interests, who go to concerts and exhibitions, and travel... and who want to enjoy it all with their children." SonarKids takes place at Sonar By Day (Plaça Joan Coromines and Plaça dels Àngels) on Sunday, 21 June, from 10:30 am until 8 pm.
www.sonarkids.com
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Neue Apps für das iPhone
09/06/2009 / H. Bigend
Die Vorstellung des neuen iPhone 3G S und des neues Betriebssystems 3.0 auf der Worldwide Developer Conference gestern in San Francisco, war auch wieder Showcase für neue Apps. Nicht zuletzt wegen der 50.000 kleinen Hilfprogrammen für wirklich jede Alltagssituation ist das Apple Telefon äußerst beliebt. Dieses Jahr stand ganz unter dem Vorzeichen sehr sinnvoll: So gibt es jetzt zum Beispiel das GPS Navigationsgerät TomTom als iPhone App. Oder AirStrip Critical Care, eine Anwendung die, einfach gesagt, den Doktor in die Hosentasche packt, bzw. auf das iPhone, und dem Arzt so ermöglicht an ihn gesendete medizinische Daten auszuwerten. Wow. Oder die Zipcar iPhone App. Das US Carsharing Unternehmen ermöglicht die komplette Abwicklung der Mietvorganges, der Ortung von verfügbaren Fahrzeugen, als auch das Öffnen und Verschliessen des Fahrzeuges. Not bad. Wir sehen uns bei der nächsten iPhone App Session im 4010.
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Drop Out – The Escapist Issue: Electronic Beats Magazine 02/09 erscheint am 16. Juni
09/06/2009 / Jonas Morea
Nächste Woche erscheint Drop Out - The Escapist Issue des Electronic Beats Magazines; zu finden ist das gute Stück dann in diversen Bars, Shops und Cafés.
Für die Sommer-Ausgabe haben wir uns einige Gruppen und Personen ausgeguckt, die nicht den Standard-Urlaub auf Malle mit All-Inclusive-Betankung und Handtuchkampf im Kopf haben, um endlich mal rauszukommen; vom zurückgezogenen Einsiedler bis zum absurdesten Festival haben wir alles genau betrachtet und gehen zurück zu den Ursprüngen der Leary'schen Gegenkultur-Formel "tune in, turn on and drop out" und betrachten die Relevanz dieses Paradigmas in der heutigen Zeit.
Außerdem haben wir Grey Gardens besucht, in dem einst Mutter und Tochter Bouvier zurückgezogen und total isoliert ihr bizarres Leben abseits der Upperclass-Gesellschaft New Yorks und Long Islands führten; die Fotographen Klaus Thymann und Lars Borges haben diesen Ort besucht und fotografiert.
Desweiteren sprachen wir mit Phoenix und Prefuse 73 über ihren ganz speziellen Eskapismus. Neben Interviews und Features, z. B. mit den Newcomern Micachu, sowie Delete Music, Skinny Wolves Records, Playdoe und Zombie Disco Squad, steht die schöne Stadt Kopenhagen in unserem Fokus. Wir haben uns die nettesten Orte und places to be angeschaut und zeigen euch, wo man in Dänemarks Hauptstadt am meisten Spaß haben kann.


